Kaufberatung Fahrradhelm: Passform, Größen und Einsatzbereiche

Fahrradschmiede Berlin
Stark abgenutzter heller Fahrradhelm mit Kratzern und ausgeblichener Schale hängt am Rahmen eines goldfarbenen Stadtrads

Beginne beim Fahrradhelmkauf mit dem Kopfumfang und einer Anprobe. Der Helm soll waagerecht sitzen, die Stirn abdecken und weder drücken noch verrutschen. Vergleiche anschließend Ausstattung und Belüftung für Deinen Einsatz in Stadt, Alltag oder auf Tour.

Kinder tun sich mit dem Helmtragen oft leichter, wenn die Erwachsenen mitmachen. Such deshalb auch für Dich einen Helm aus, der gut sitzt und den Du im Alltag gerne trägst. Beim Anprobieren helfen wir Dir.

Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht. Die Entscheidung liegt bei Dir. Was Du beim Kauf beachten solltest, steht hier.

Worauf solltest Du bei einem Fahrradhelm achten?

Ein Fahrradhelm sollte mindestens die europäische Sicherheitsnorm EN 1078 erfüllen. Diese Norm legt fest, welche Anforderungen ein Helm bei Aufpralltests erfüllen muss. Alle Fahrradhelme von ABUS, die wir führen, erfüllen diese Anforderungen.

Einige Modelle verfügen zusätzlich über MIPS, das Multi-directional Impact Protection System. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Gleitebene im Inneren des Helms. Sie wurde entwickelt, um bei bestimmten schrägen Aufprallszenarien Rotationsbewegungen des Kopfes zu reduzieren. MIPS ist kein Muss, kann aber für Vielfahrer und Pendler eine sinnvolle Zusatzfunktion sein. Die Bezeichnung ACE steht nicht automatisch für MIPS. Der Scraper 3.0 ACE hat kein MIPS. Auch beim Youn-I ACE solltest Du auf die genaue Ausführung achten: MIPS muss ausdrücklich als Ausstattung angegeben sein.

Ein Fahrradhelm muss richtig sitzen. Auch ein teures Modell kann nur dann wie vorgesehen schützen, wenn Größe und Einstellung passen.

Welcher Fahrradhelm passt zu welchem Einsatz?

Stadthelm

City-Helme sind für den täglichen Einsatz im urbanen Raum entwickelt. Sie bieten eine gute Schutzabdeckung, angenehmen Tragekomfort und verfügen häufig über integrierte Rücklichter oder reflektierende Elemente. Passend für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder durch den Berliner Stadtverkehr. Typische Vertreter sind der Urban-I 3.0 und der HUD-Y mit LED-Rücklicht.

Trekking-Helm

Trekking-Helme verbinden Komfort, Belüftung und Schutz. Sie eignen sich für längere Touren, Pendler sowie alle, die ihr Fahrrad sowohl im Alltag als auch in der Freizeit nutzen. Der Aduro 2.0 ist hier unser Allrounder, für sportlichere Touren gibt es den MonTrailer.

Fahrradhelm für E-Bikes

Auch auf dem E-Bike sollte Dein Helm gut sitzen und ausreichend belüftet sein. Reflektierende Elemente oder ein Rücklicht helfen dabei, besser gesehen zu werden. Der Hyban 2.0 hat eine tief gezogene Schale und ist auch als LED-Variante erhältlich.

Kinder-Helm

Bei Kinderhelmen ist die richtige Passform besonders wichtig. Ein Helm, der drückt oder verrutscht, wird häufig nicht getragen. Deshalb sollte die Größe sorgfältig gewählt und der Sitz regelmäßig kontrolliert werden. Für die Kleinsten führen wir den Smiley 3.0 und den Smiley 2.0/2.1, für Schulkinder den Scraper 3.0 Kid und den Youn-I 2.0.

Die richtige Größe finden

Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er korrekt sitzt. Er sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen und die Stirn ausreichend abdecken, ohne das Sichtfeld einzuschränken. Der Kinnriemen sollte eng anliegen, aber nicht drücken.

Grundlage für die Auswahl ist der Kopfumfang. Dieser wird mit einem Maßband auf Höhe der Stirn gemessen. Viele ABUS-Helme decken folgende Größenbereiche ab:

  • S: 51 bis 55 cm
  • M: 54 bis 58 cm
  • L: 57 bis 61 cm
  • XL: 60 bis 64 cm

Die meisten Modelle verfügen über ein fein justierbares Verstellsystem am Hinterkopf, mit dem sich die Passform individuell anpassen lässt.

Die häufigste Ursache für einen schlecht sitzenden Helm ist die falsche Größe. Nimm Dir beim Kauf deshalb ausreichend Zeit und probiere verschiedene Modelle und Größen. Ein zu groß gewählter Helm fühlt sich beim Anprobieren bequemer an, verrutscht im Alltag aber und kann seine Schutzwirkung nicht voll entfalten.

Optik und Passform

Neben der passenden Größe zählt, dass Du den Helm gern trägst. Probiere verschiedene Formen aus und prüfe auch Belüftung, Gewicht und Verstellung. Ein Helm darf weder drücken noch verrutschen.

Wann ein Fahrradhelm ersetzt werden sollte

Nach einem Sturz mit Kopfaufprall gehört ein Fahrradhelm ersetzt, auch wenn er von außen unbeschädigt aussieht. Die schützende Innenschale aus EPS-Hartschaum ist ein Einweg-Dämpfer: Sie nimmt Aufprallenergie auf, indem sie sich verformt und dabei in sich zusammenbricht. Das geschieht im Material und ist von außen häufig nicht zu erkennen. Beim nächsten Sturz fehlt diese Dämpfung dann an genau dieser Stelle.

Hat ein Fahrradhelm ein Ablaufdatum?

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum wie bei Lebensmitteln gibt es nicht. Trotzdem altert ein Helm, und zwar auch dann, wenn er kaum gefahren wird. UV-Strahlung, Schweiß und starke Temperaturwechsel machen den Hartschaum mit der Zeit spröde, die Dämpfungswirkung lässt nach. Ob der Helm täglich im Einsatz ist oder überwiegend im Flur hängt, macht dabei vor allem einen Unterschied im Tempo.

Zwei Anhaltspunkte helfen weiter:

  • Die Angabe des Herstellers. Fahrradhelme gelten als persönliche Schutzausrüstung. Die mitgelieferte Herstellerinformation muss deshalb Angaben zum Verfalldatum oder zur Verfallzeit enthalten. Bei einigen Marken klebt ein entsprechender Hinweis zusätzlich in der Innenschale.
  • Nutzungsdauer und Gesamtalter. Prüfe beide Angaben für Dein Modell. Ist die Anleitung nicht mehr vorhanden, findest Du sie häufig beim Hersteller oder erhältst sie auf Anfrage.

Beachte die Austauschfristen in der Anleitung Deines Helms. Sie können sich auf die Zeit seit der ersten Nutzung und zusätzlich auf das Herstellungsdatum beziehen. Ist die Frist unklar, frage beim Hersteller nach. Ein unbeschädigtes Aussehen allein sagt nicht, ob der Helm noch weiterverwendet werden sollte.

Wo findest Du das Herstellungsdatum?

Die Norm EN 1078 schreibt vor, dass Herstellungsjahr und Herstellungsquartal dauerhaft im Helm gekennzeichnet sind, zusammen mit CE-Zeichen, Normnummer, Kopfumfang und Gewicht. Ein Blick ins Innenfutter zeigt also, wie alt ein Helm tatsächlich ist. Daraus folgen zwei Dinge für den Kauf:

  • Auch ein fabrikneuer Helm kann bereits einige Jahre alt sein. Ein Modell, das lange im Lager stand, hat einen Teil seiner empfohlenen Nutzungsdauer schon hinter sich, ohne je gefahren worden zu sein.
  • Findet sich gar kein Herstellungsdatum, lässt man besser die Finger davon. Das ist auch die Empfehlung des ADFC.

Aus demselben Grund raten wir von gebrauchten Helmen ab. Man sieht einem Helm nicht an, ob er schon einmal auf dem Asphalt gelegen hat.

Quellen: Verbraucherportal Bayern, Fahrradhelme: Kennzeichnung und Benutzung · ADFC, Wissenswertes zu Fahrradhelmen · Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen, Anhang II · DIN EN 1078

Warum wir ausschließlich Fahrradhelme von ABUS führen

ABUS entwickelt seit Jahrzehnten Fahrradhelme für Alltag, Tour und Stadtverkehr. Die Modelle überzeugen durch ausgereifte Verstellsysteme, hohe Verarbeitungsqualität und eine große Auswahl an Größen und Passformen. Wir führen Produkte, die wir aus dem Werkstattalltag kennen und empfehlen können. Wer sein Rad zusätzlich absichern will, findet in unserer Kaufberatung Fahrradschloss die passende Ergänzung.

Passende Produkte ansehen

Alle Modelle und Größen findest Du in der Sammlung Fahrradhelme, reflektierende Ausrüstung unter Sicherheit / Reflex und Lampen unter Beleuchtung. Wie Du Beleuchtung und Reflektoren für Dein Rad auswählst, erklärt die Kaufberatung Fahrradbeleuchtung.

Fahrradhelm bei uns anprobieren

Du bist unsicher, welche Größe oder welches Modell zu Dir passt? Dann komm gerne in der Fahrradschmiede Berlin in Prenzlauer Berg vorbei. Wir helfen Dir dabei, den passenden Fahrradhelm für Deinen Alltag, Dein E-Bike, Dein Trekkingrad oder das Fahrrad Deiner Kinder zu finden. Oder ruf einfach an, wir beraten Dich gerne persönlich.

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